Immobilien: 700.000 spanische Neubauten stehen leer
MADRID / SPANIEN (11.07.2011): Ein Ende der Krise ist noch lange nicht in Sicht, auch wenn spanische Politiker des gern den Menschen einreden wollen. Deutlichstes Zeichen dafür ist der spanische Immobilienmarkt.
Die Immobilienkrise stellt Spanien vor massive Probleme: Knapp 700.000 neugebaute Häuser und Wohnungen stehen leer. Vor allem an den Küsten und auf den Inseln suchen Makler verzweifelt nach Käufern.
Am schlimmsten ist es an den Küsten, auf den Kanaren und auf den Balearen: Dort stehen die meisten Häuser leer. Aber auch im restlichen Land kämpft Spanien noch immer massiv mit den Folgen einer Immobilienkrise.
Insgesamt stehen fast 700.000 neugebaute Häuser und Wohnungen zum Verkauf, teilte die Regierung am Dienstag mit. Die Zahl der unverkauften Neubauwohnungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2006 etwa waren es noch rund 273.000, 2007 bereits 414.000, 2008 dann 614.000.
Niedrige Zinsen und eine leichtfertige Vergabe von Krediten auch ohne große Sicherheiten hatten in dem Land zunächst zu einem beispiellosen Bauboom geführt. Jahr für Jahr wurden fast 700.000 Häuser und Wohnungen fertiggestellt - so viele wie in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Dann beendete die Finanzkrise den Bauboom jäh.
Die Regierung schätzt, dass es bis 2014 dauern wird, die neugebauten Häuser und Wohnungen zu verkaufen. Im vergangenen Jahr hatten die Verkäufe nach drei Jahren erstmals wieder leicht angezogen.
11.07.11 11:23
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